Das Ende von Universal Analytics – Was Nutzer jetzt beachten müssen

Anna Christina Harms  •  Digital Marketing Managerin  •  LinkedIn
22. März 2022

Seit einigen Tagen kennt die Webanalysten-Szene kein anderes Thema mehr: Universal Analytics ist mit einem Ablaufdatum versehen worden. Am 01. Juli 2023 wird das Programm von Google abgeschaltet. Was müssen Website-Betreiber jetzt wissen und beachten?

In diesem Artikel stellen wir Ihnen kurz das neue Google Analytics 4 vor und geben Ihnen Hinweise, was Sie jetzt tun können, um auf das Ende von Universal Analytics vorbereitet zu sein.

Der Nachfolger von Universal Analytics: Google Analytics 4

Der Nachfolger von Universal Analytics steht schon in den Startlöchern. Mit Google Analytics 4 wird die Datenerhebung von Hits auf Events umgestellt – mit dem Ziel endlich Website-Traffic Plattform-übergreifend auswerten zu können. Zusätzlich hebt Google die KI-gestützten Analyse- und Datenerhebungsfunktionen hervor. 

Schematische Darstellung der notwendigen Umsetzungsschritte, um von Universal Analytics auf Google Analytics 4 zu wechseln
Schematische Darstellung der notwendigen Umsetzungsschritte, um von Universal Analytics auf Google Analytics 4 zu wechseln

Klingt alles erstmal sehr gut, wenn nicht die Plattform bereits 2020 mit einigen Bugs und vor ihrer Fertigstellung ausgerollt worden wäre. Ein weiteres Manko: nicht alle Berichte, wie sie aus Universal Analytics bekannt sind, sind bisher in Google Analytics 4 vorhanden. Auch die Verknüpfung zu anderen Google Produkten wird nur Stück für Stück nachgezogen. 

Ein letzter Punkt, der für Unmut sorgt, sind die aktuellen Gestaltung der Analyseberichte. Das völlig veränderte Interface macht es notwendig, nicht nur eine neue Denkweise bei der Erhebung und Auswertung der Daten zu haben, sondern konfrontiert die Google Analytics Nutzer mit einer neuen Darstellungsweise der Analysen.

Soviel erstmal zu den größten Schmerzpunkten bei der Nutzung von Google Analytics 4.

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    Die häufigsten Fragen: Sind die historischen Daten von Universal Analytics in Google Analytics 4 zu übertragen?

    Nach aktuellem Wissensstand ist das leider nicht möglich. Durch die Umstellung von Hits auf Events im Website-Bereich unterscheiden sich die Rohdaten so stark, dass hier sowieso Äpfel mit Birnen verglichen werden würde. 

    Dazu kommt noch, dass bei Google Analytics 4 eine andere Herangehensweise bei der Betrachtung der Nutzer gewählt worden ist. Während Universal Analytics vor allem technische Aspekte (vgl. Session oder Hits) in den Vordergrund gestellt hat, geht es bei Google Analytics 4 um den Nutzer. Das komplette Reporting ist um den Lebenszyklus eines Website-Nutzers herum aufgebaut und neben der reinen Website-Journey in einer Session geht es bei GA4 um die Betrachtung des Nutzers während der Customer Journey.

    Was bedeutet das für Universal Analytics Nutzer?

    Da es bis zum 01. Juli 2023 noch etwas Zeit ist, empfiehlt Google selbst bereits jetzt GA4 einzurichten und im Parallelbetrieb zu Universal Analytics laufen zu lassen. 

    Die Vorteile davon liegen auf der Hand: In Google Analytics 4 können bereits ein Jahr lang Daten gesammelt und ausgewertet werden. Werden beide Google Analytics Versionen parallel betrieben, bietet dies Ihnen als Nutzer die Möglichkeit Erfahrungen damit sammeln.

    So bekommen Sie bereits ein Gefühl dafür wie sich z.B. die Nutzerzahlen bei der Verwendung von Google Analytics 4 zu Universal Analytics unterscheiden. Durch den Fokus auf das Engagement der Nutzer verliert die Webanalysten-Community nämlich auch einen liebgewonnen Wert: Die Absprungrate. An ihre Stelle rückt die Engagement Rate, denn nur engagierte Nutzer sind im neuen Google Analytics 4 Nutzer.

    Unsere Tipps dafür, was Sie bei der Einführung von Google Analytics 4 beachten müssen, erfahren Sie im Abschnitt nach dem Kontaktformular.

    Sie suchen einen kompetenten Partner für Ihren Wechsel von Universal Analytics auf Google Analytics 4?

    Agenturweit setzen wir für unsere Kunden bereits seit 2021 Google Analytics 4-Projekte um und konnten hier bereits unsere Expertise aufbauen. Von der Trackingkonzept-Erarbeitung bis zur Umsetzung im Google Tag Manager und Google Analytics 4 sind wir fit darin, Sie für die neuste Google Analytics Generation fit zu machen.

    Sven Lehmann

    Sven Lehmann
    Brand Director

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      Die nächsten Schritte beim Übergang von Universal Analytics zu Google Analytics 4

      Bevor Sie jetzt mit großen Schritten Ihrem Google Account eine neue Google Analytics 4 Property hinzufügen, haben wir hier für Sie noch ein paar Tipps, damit Sie aus dem Wechsel den für Sie größtmöglichen Nutzen ziehen können.

      Zeit für einen Frühjahrsputz in Ihrem Trackingkonzept

      Natürlich können Sie schnell und einfach eine neue Google Analytics 4 Property erstellen und mit ihren bereits im Tag Manager hinterlegten benutzerdefinierten Events verbinden. Aber jeder Anfang bietet auch die Chance auf einen sauberen Start und die Chance nicht Benutztes wegzuwerfen.

      Konkret kann das für Sie heißen: Nutzen Sie die Chance Ihr bisheriges Trackingkonzept zu prüfen und auf Ihre aktuellen Bedürfnisse anzupassen: 

      • Gibt es neue Events, die Sie noch nicht tracken? 
      • Welche Events tracken Sie bereits seit grauer Vorzeit, obwohl Sie nicht mehr benötigt werden?
      • Gab es auf Ihrer Website Änderungen, die eventuell einen genaueren Trigger oder eine andere Variable benötigen?
      • Haben sich auf Ihrer Website Link-Strukturen verändert, die so noch nicht im Tag Manager abgefragt werden?
      • Benötigen Sie weiterhin alle Events als Custom Events im Tag Manager?

      Neuerungen im Event Tracking mit Google Analytics 4

      Durch die neuen modifizierten Events in Kombination mit den Optimierten Analysen in Google Analytics 4 ist es zukünftig nicht mehr zwingend notwendig, alle Events im Tag Manager einzurichten.

      Google weiterverwenden oder ein neues Tool benutzen?

      Seit den ersten Tagen von Google Analytics 4 rumort es in der Webanalysten-Community. Fehlende APIs, fehlende Berichte, Bugs – es gibt einiges, was die Die hard-Universal Analytics-Fans bisher von Google Analytics 4 abgeschreckt hat. Lohnt es sich dennoch für Sie dieses Tool weiterzunutzen?

      Die klassische Antwort dazu: “Es kommt darauf an.” Auf Ihre Bedürfnisse, welche weiteren Google Tools Sie verwenden und welche Alternativen es noch am Markt gibt. 

      Für die Weiterverwendung spricht erstmal, dass das Tool darauf ausgelegt ist, sich nahtlos in den Google Kosmos einzufügen. Von der Search Console über Ads bis zum Tag Manager, Google Analytics 4 interagiert mit all diesen Tools bereits. Da die Einbindung über gtag.js erfolgt, verspricht Google auch, dass die Verwendung zukünftig noch reibungsloser funktionieren soll. 

      Dazu kommt: Bis zum großen Finale hat Google Analytics 4 noch ein Jahr Zeit, um vollständig ausgereift zu sein. Oder zumindest ein Level zu erreichen, dass die meisten Webanalysten tiefere Analysen fahren lassen kann.

      Auf der Contra-Seite steht nachwievor das Thema Datenschutzgrundverordnung. Nach aktueller Rechtssprechung bleibt bei der Google Analytics Nutzung immer ein Restrisiko. Google hat zu diesem Thema zwar auch verkündet, dass sie nachbessern wollen und sich des Problems bewusst sind, bisher ist hier aber noch nichts passiert. Auch das Ende der 3rd Party Cookies in Kombination mit Google’s noch nicht markttauglichen Sandbox-Projekt sorgt für eine kleine Dosis Skepsis.

      Gibt es denn überhaupt eine Alternative? Ja, aber keine kostenfreien. Wobei auch bei der Nutzung von Google Analytics in der freien Version “Kosten” anfallen. Denn alle Website-Betreiber bezahlen an dieser Stelle mit ihren Website-Daten. Die bekanntesten Alternativen am Markt ist derzeit Matomo (vormals Piwik) oder Adobe Analytics. 

      Ob ein Wechsel für Sie in Frage kommt, ist allerdings noch von weiteren Faktoren abhängig, die sich am besten in einer gezielten Analyse herausarbeiten und bewerten lassen.

      Das Wichtigste zur Einführung des neuen Google Analytics 4 zusammengefasst

      Sollten Sie sich dafür entscheiden, weiterhin Google Analytics im Einsatz haben zu wollen, kommt hier noch mal in aller Kürze die Übersicht, was Ihre nächsten Schritte wären:

      1. Ihr aktuelles Trackingkonzept einem kritischen Blick unterziehen und auf neuen Gegebenheiten anpassen.
      2. Im Tag Manager aufräumen.
      3. Ihre Google Analytics 4 Property oder Properties einrichten und gegebenenfalls benutzerdefinierte Parameter und modifizierte Events einrichten.
      4. Ihr Cookie Consent Tool sowie Ihre Datenschutzerklärung anpassen.

      Sie möchten mehr Beratung oder Unterstützung bei der Implementierung des neuen Google Analytics 4? Dann nehmen Sie mit uns über hallo@rekordmarke.de Kontakt auf oder füllen Sie das unten stehende Kontaktformular aus.

      Sven Lehmann

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        Mehr über Anna Christina Harms

        Seit 2021 verstärkt Anna rekordmarke im Bereich Social Media, SEO und Webanalyse. Aktuell verfolgt sie gespannt die neusten Updates rund um Google Analytics 4. Außerhalb der Arbeit findet man sie vor allem beim Sport im Sand oder Schnee.

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